Übergewicht

BMI ab 25

Übergewicht

Von Übergewicht spricht man, wenn ein zu großer Anteil des Körpers aus Fett besteht. Wird dabei ein bestimmter Wert überschritten, wird Adipositas diagnostiziert. Dies ist ab einem BMI von 30 und mehr der Fall. Bei einem BMI von 25 und mehr geht man von Übergewicht aus.

Fett dient in der Natur als Energiespeicher mit höchster Dichte. Weil sich unser Körper im Lauf der Evolution zu einem extrem effektiv arbeitenden Gesamtsystem entwickelt hat, wird die über den aktuellen Bedarf hinaus aufgenommene Energie für später gespeichert.

Dabei werden Zuckermoleküle in Fette umgewandelt und an verschiedenen Stellen im Körper gespeichert. Diese Fähigkeit, Fett zu speichern, um die Energiereserven in Notzeiten abrufen zu können, war für die Menschen in früheren Zeiten überlebensnotwendig.

Zwischenzeitlich hat sich dies zum gesundheitlichen Risikofaktor entwickelt. Die Kombination aus Bewegungsmangel und die ständige Verfügbarkeit von Lebensmitteln im Überfluss, führen dazu, dass wir immer dicker werden.

Übergewicht und Begleiterkrankungen

In den westlichen Industrienationen nimmt die Zahl der Übergewichtigen in den letzten Jahrzehnten stetig zu. Übergewicht und die verbundenen Begleiterkrankungen sind ein wesentlicher Risikofaktor für viele schwere Erkrankungen. Herz-Kreislauferkrankungen wie Koronare-Herzkrankheit, Herzinfarkt und Schlaganfall oder Erkrankungen des Skelett- und Muskelapparats mit Arthrose, Rückenbeschwerden, Bandscheibenvorfall sowie Diabetes Typ 2 (Diabetes mellitus) werden durch Übergewicht begünstigt. Übergewichtige haben häufig einen erhöhten Blutdruck, der ebenfalls ein Risikofaktor für andere Erkrankungen ist.

BMI, Körpergewicht und Körpergröße

Neben dem bekannten BMI, der der Quotient aus dem Körpergewicht (in Kilogramm) und der Körpergröße (in Metern) im Quadrat ist, ist die Waist to Hip Ratio ein Indikator für das Fettverteilungsmuster. Der BMI kann nur eine grobe Orientierung sein, individuelle Faktoren des Körperbaus reduzieren dessen Aussagekraft.

Für die Ermittlung der Waist to Hip Ratio (WHR) wird der Taillenumfang an der schmalsten Stelle im Stehen zwischen der untersten Rippe und dem Beckenkamm gemessen. Die Messung des Hüftumfangs erfolgt an der weitesten Stelle um das Gesäß. Eine gesunder WHR ist bei Frauen gleich oder kleiner als 0,8. Bei Männern geht man von einer gesunden WHR von 0,9 und kleiner aus. Der WHR ermittelt damit auch, ob Ihre Figur eher dem "Apfeltyp" oder dem "Birnentyp" entspricht.

Entscheidend für die Beurteilung, ob eine Adipositas vorliegt, ist der Körperfettanteil an der Gesamtmasse. Die geläufigste Methode über Waagen, die den elektrischen Widerstand messen, den Körperfettanteil zu ermitteln ist ebenfalls recht ungenau.

In der Praxis am besten geeignet ist die Messung der Hautfaltendicke. Für valide Ergebnisse müssen einige Messpunkte genommen werden.

Ausdauersport und Kraftübungen kombinieren

Zum Abnehmen muss der Energieverbrauch höher sein als die zugeführten Kalorien.

Viel Energie verbraucht unser Organismus, wenn wir uns bewegen. Wenn wir mehrmals die Woche Sport treiben und mehr Bewegung in unseren Alltag bringen – zum Beispiel durch Treppensteigen oder Spazieren Gehen mit dem Hund – verbrennen wir Kalorien. Beim Sport müssen Sie keine Höchstleistungen vollbringen.

Nordic Walking, Radfahren oder zügige Spaziergänge bringen Hobbysportler nicht völlig aus der Puste, regen aber den Stoffwechsel an und trainieren die Muskulatur. Zusätzlich würde ich noch Übungen für die Bauchmuskeln und Krafttraining einbauen. Neueinsteiger über 35 Jahren und Menschen mit Vorerkrankungen müssen sich vorab beim Arzt durchchecken lassen.

Ebenso wichtig wie Sport: Ernährung umstellen

Auch wenn jeder Schritt zu Fuß etwas bringt, stellt Sport nur eine Abnehmkomponente dar. Die andere ist die Ernährung. Viszerales Fettgewebe reagiert empfindlicher auf veränderte Essgewohnheiten als das Unterhautfett.

Wer weniger Kalorien zu sich nimmt, bewirkt, dass der Körper bevorzugt die Energiespeicher im Bauch anzapft. Weniger Kalorien bedeutet vor allem, weniger Fett und schnell verdauliche Kohlenhydrate zu sich zu nehmen. Stattdessen reichlich Gemüse und Obst, die neben Vitaminen auch die wichtigen Ballaststoffe enthalten.

Die gesunden Stoffe sind auch in Vollkornbrot. In Weißbrot dagegen stecken vorwiegend leicht verdauliche Zucker, die nicht lange sättigen. Hilfreich ist auch, insgesamt weniger Kohlenhydrate und dafür mehr Eiweiß zu essen. Außerdem gilt: mindestens eineinhalb bis zwei Liter Wasser am Tag trinken, sofern medizinisch nichts dagegen spricht.

Mit mir als medizinischem Fitness-, sowie Ernährungscoach sind Sie in jedem Fall gut aufgestellt.